Praktikumsbericht vom Römerwallcup 2017

Praktikumsbericht vom Tennisturnier Römerwall-Cup des TC Rheinbrohl

von Christine Hölzke

03.08.2017 – 06.08.2017

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Sehr geehrte Damen und Herren,

für mein Praktikum im Rahmen der Ausbildung zum C-Trainer des Tennisverbands Rheinland habe ich mir das LK-Turnier „Römerwall-Cup“ des TC Rheinbrohl ausgesucht. Der Tennisclub Rheinbrohl e.V. wurde 1983 gegründet und hat sich in der Region Mittelrhein mit hervorragender Jugendarbeit und Geselligkeit einen guten Namen erspielt. Zurzeit hat der Verein über alle Altersklassen ca. 150 Mitglieder und tritt durchschnittlich mit 10 Mannschaften in der Medenrunde des Tennisverbandes Rheinland an.

Die Medenrunde bestreite ich selbst zwar für meinen Heimatverein TC Neuwied, bin aber bereits seit zwei Jahren aktives Mitglied beim TC Rheinbrohl. Der Kontakt kam damals über befreundete Vereinsmitglieder zustande. Zudem schätze ich die gesellige Atmosphäre unter den Mitgliedern sehr und habe bereits an mehreren Turnieren des Clubs teilgenommen.

Der Römerwall-Cup wird seit 2011 (meist am ersten Augustwochenende) ausgetragen und fand somit in diesem Jahr zum 7. Mal statt. Das Turnier zieht immer wieder altbekannte als auch neue Gesichter aus der Region aber auch von weiter weg an. So stammte beispielsweise der spätere Sieger des Herren-Hauptfeldes aus der Nähe von Wolfsburg.

Neben den sportlichen Höchstleistungen stand dieses Jahr ein ganz besonders anregendes und wichtiges Motto im Mittelpunkt, die Typisierungsaktion der Stefan Morsch Stiftung, welche sich seit 30 Jahren für Leukemie- und Tumorkranke einsetzt.

Auch deshalb war es für mich eine besondere Ehre diesen Römerwallcup begleiten zu dürfen und meine Einblicke nun hier widergeben zu können.

Nach vorheriger Anfrage an den Vorstand des TC Rheinbrohl zur Möglichkeit der Absolvierung eines Praktikums, wurde ich von Sportwart und Turnierleiter Tobias Dommermuth ca. zwei Wochen vor Turnierstart zur vorbereitenden Vorstandssitzung eingeladen.

Für ca. anderthalb bis zwei Stunden trafen sich die Vorstandsmitglieder des Vereins (u.a. der 1. Vorsitzende, Kassierer, Sportwart) und weitere Verantwortliche für das Turnier im Vereinsheim. Dort wurde der Ablauf des Turniers genauestens besprochen und durchgeplant. Es sollte ein Zelt für die große Sonnenterasse besorgt werden, ein größerer Kühlschrank für Getränke, Stehtische, Grillgut und Sonnenschirme für die Plätze. Zudem wurden Listen für Thekendienst, Grilldienst sowie Kuchen- und Salatspenden erstellt. Als nächstes mussten ausreichend vorgeschriebene Bälle bestellt sowie Sachpreise und Gutscheine organisiert werden.

Voraussetzung für die Durchführung eines Turniers ist die Beantragung durch den Vereinsportwart ca. ein Jahr im Voraus und die anschließende Genehmigung durch den zuständigen Tennisverband.

Die Bekanntmachung erfolgt vor allem über das Internet auf dem Tennisportal Mybigpoint. Dort können alle interessierten Tennisspieler die gelisteten LK-Turniere mithilfe der Turniersuche nach Datum oder ihrer Altersklasse filtern und die entsprechende Spieleronlinemeldung mit Beginn des Spieljahres durchführen.

Für den ausrichtenden Verein bieten sich im unmittelbaren Vorfeld des Turniers weitere Werbemöglichkeiten wie Plakate und Flyer (s. oben), eigene Homepage und soziale Netzwerke (z.B. Facebook). Hierzu konnte ich vom Zuständigen für Homepage und Facebookseite des Vereins einige Einblicke zur Erstellung entsprechender Berichte und „Posts“ erhalten. Selbstverständlich ist auch heutzutage die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ unter den Spielern nicht zu unterschätzen.

Die eigentliche sportliche Planung und Vorbereitung des Turniers begann dann in der Woche vor Turnierbeginn. Mit Meldeschluss am Sonntag vorher wurden Konkurrenzen bei denen sich zu wenige Teilnehmer angemeldet hatten gestrichen und mit anderen zusammengelegt. Verantwortlich für die jeweilige Entscheidung ist der zuständige Turnierleiter. Stehen die jeweiligen Konkurrenzen fest, wird die jeweilige Auslosung, an der ich ebenfalls teilnehmen durfte, durchgeführt. Dies geschieht mithilfe eines in diesem Jahr neu eingeführten Turnierprogramms. Nach Setzung der LK-besten Spieler werden die weiteren Spieler in das Tableau oder in Gruppen zugelost. In diesem Jahr ergaben sich nach der Auslosung  zwei Herrenkonkurrenzen (LK 5-15 und LK 13-23) und zwei Gruppenkonkurrenzen (Damen LK 8-15 mit zwei 3er-Gruppen und Damen 40 LK 5-23 mit drei 3er-Gruppen). Falls möglich wird darauf geachtet, dass es im ersten Spiel nicht zu vereinsinternen Duellen kommt.

In die anschließende Platzbelegungsplanung wurde ich vom Turnierleiter direkt miteingebunden. Anhand der Anzahl der gemeldeten Teilnehmer und Konkurrenzen wird bereits für das ganze Turnierwochenende die Platzbelegung durchgeführt. Am Beispiel des Turnierfreitags möchte ich die Vorgehensweise verdeutlichen.

Da die Anlage des TC Rheinbrohl über 5 Freiplätze verfügt ist je nach Startzeit für den Freitag nur eine begrenzte Anzahl an Spielen möglich. Die Startzeit wurde auf 16.00 Uhr festgelegt und pro Spiel wird von einer Dauer von anderthalb Stunden ausgegangen. Außerdem muss der Einbruch der Dunkelheit berücksichtigt werden, weshalb die letzte Startzeit auf 19.00 Uhr gesetzt wird. Somit standen für den Turnierfreitag also 3 mögliche Startzeiten zur Verfügung: 16.00 Uhr, 17.30 Uhr und 19.00 Uhr. Dies ergibt eine Anzahl von 15 Spielen für den Freitag. Bei der Ansetzung der Partien versucht man dann die jeweiligen Terminwünsche der Teilnehmer soweit möglich zu beachten. Für den Turniersamstag ergibt sich eine weitere Abhängigkeit die darin besteht, dass man jedem Spieler ein zweites Spiel garantieren muss. Somit können Nebenrunden (für Spieler die in der ersten Runde ausschieden) nicht beginnen bevor das letzte Spiel der Hauptrunde abgeschlossen ist. Gruppenspiele werden gleichmäßig über Turnierfreitag und -samstag verteilt. Für Planänderungen zum Beispiel durch schlechtes Wetter oder andere Verzögerungen werden am Samstag sogenannte „Blocker“ in den Plan eingebaut. Grundsätzlich ist der Veranstalter aber auf einen relativ normalen Ablauf angewiesen. Für den Turniersonntag werden dann die Zeiten für Halbfinal- und Finalspiele von Haupt- und Nebenrunde gesetzt.

Im Laufe der Woche kommt es hin und wieder zu krankheits- oder verletzungsbedingten Absagen, wodurch aber auch Spieler auf der Warteliste nachrücken können. Die festgelegten Spieltermine werden dann meist am Mittwoch vor Turnierstart auf Mybigpoint veröffentlicht.

Am ersten Turniertag überzeugen sich zunächst Platzwart und Oberschiedsrichter vom ordnungsgemäßen Zustand der Plätze. Eine halbe Stunde vorher trifft sich das Organisationsteam, dem ich ebenfalls angehörte, um die ersten Spieler zu empfangen und das Startgeld zu kassieren. Gegen 16.00 Uhr kann das Turnier dann offiziell beginnen. Ab dann geht hoffentlich alles, wie in diesem Jahr, seinen normalen Gang. Nach den Spielen werden die Ergebnisse der Turnierleitung gemeldet und ins Turnierprogramm eingegeben. Wie oben beschrieben, wird für die Verlierer der ersten Runde noch eine Nebenrunde angeboten, die separat ausgelost wird. Auch bei den Gruppenkonkurrenzen erfolgt nach dem Turniersamstag nochmal die „Auslosung“ der Endrunde. Stehen schließlich die Sieger fest, übernimmt meist der erste Vorsitzende des Vereins die Siegerehrung und bedankt sich bei allen Teilnehmern und Helfern.

Wie bereits erwähnt war der Römerwallcup 2017 für mich auch deshalb so besonders, weil der Verein in Zusammenarbeit mit der Stefan Morsch Stiftung am Turniersamstag über 20 neue Stammzellenspender gewinnen konnte. Außerdem fand ich die Ausrichtung einer Playersparty im Anschluss an die Spiele am Samstagabend sehr positiv, da man hier sowohl neue Kontakte knüpfen als auch alte Kontakte pflegen konnte. Sportlich gesehen konnte ich mit der Finalteilnahme bei den Damen 40 ebenfalls ganz zufrieden sein. Die mir zugeteilten Aufgaben und Einblicke in der Organisation des Turniers waren sehr hilfreich für mich. Mit diesem Rüstzeug würde ich mir zutrauen auch in Zukunft bei einer Organisation eines Turniers mitzuwirken.

Mit sportlichen Grüßen

Christine Hölzke

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56598 Rheinbrohl

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